Von der Milchtüte zum Täschchen

Im Internet kursieren ganz viele Anleitungen für Recycling von Tetrapaverpackungen, das hat mir keine Ruhe gelassen, das musste ich auch ausprobieren. Bei vielen Beispielen wird der Karton so belassen und nicht auseinander genommen. Nur die Oberfläche wird bemalt oder beklebt und das Ganze z.B. als Behältnis für Blumen verwendet.

Mich haben die Anleitungen zum Nähen mit diesem Material gereizt und ich war gespannt, wie das Erbgebnis ausfallen würde und wie sich Tetrapack nähen lässt.


Milch- und Safttüten fallen im Haushalt ja oft an, für Ausgangsmaterial ist schnell gesorgt. Die Packung ausspülen, ordentlich durchwalken und dann der spannende Moment, die oberste bedruckte Schicht löst sich tatsächlich und zurück bleibt eine biegsame Pappe, ähnlich Snappap, aber mit einer beschichteten Rückseite.

Ausgangmaterial (unbezahlte Werbung) und mit abgelöstem Druck

Die Pappen aus je einer Tetrapackung habe ich mit Acrylspray farbig gestaltet und nach dem Trocknen ging es ans Nähen.

Dreieckiges Täschchen

Die einzelnen Täschchen bekamen zur Verzierung noch ein paar Reststücke Borte und eingenäht habe ich Endlos-Reißverschluss. Dann ist es nicht ganz so fummelig, da man in Ruhe den Reißverschluss getrennt einnähen und absteppen kann.

Ein Schnittmuster hatte ich nicht, die Größe richtete sich nach dem Ausgangsmaterial und dann habe ich unten zwei oder vier Ecken abgenäht.

Zwei Taschen mit zwei abgnähten Ecken
Zwei Taschen mit vier abgenähten Ecken

Das Umstülpen nach dem Nähen kostet Nerven, die Pappe ist doch recht sperrig und die genähten Täschchen nicht sehr groß. Zwischendurch dachte ich, dass ich die Nähte wieder aufreiße, weil man so kräftig drücken, schieben und ziehen muss, aber es hat geklappt.

Flache Stiftetasche und das kleinste Täschchen

Ein Futter benötigen diese Taschen nicht, da die Beschichtung des Tetrapacks innen ist und sogar Feuchtigkeit aushält. Nur die Enden der Reißverschlüsse und der Borten habe ich versäubert.

Das Projekt hat viel Spaß gebracht, die Kosten sind gering und ich habe wieder ein paar nette Mitbringsel auf Vorrat für liebe Menschen, die etwas Selbstgegenähtes zu schätzen wissen.

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