Malen mit der Nähmaschine

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Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen mit der Nähmaschine etwas zu gestalten, bin ich im Internet  auf einige großartige Arbeiten gestoßen: Landschaften, Tiere, Blumen , mit der Nähmaschine in wundervollen Farben gestickt.

Ich habe erst kleine Kartenmotive probiert und kleine Stoffstückchen mit in die Stickerei eingefügt. Es ist ja eigentlich  nur eine Weiterführung des Freihandstickens mit der Maschine. Die ersten Versuche habe ich mit eingesetztem Stickfuß probiert. Da fehlte mir aber oft die genaue Sicht auf das Motiv.

Dann entdeckte ich auch Videos,in denen  ohne einen Nähfuß gestickt wurde. Das sieht zwar ein bisschen merkwürdig aus, wenn die Nadel so frei in den Stoff sticht, aber es geht wunderbar.

Voraussetzung ist, dass der Stoff fest in einen Rahmen eingespannt ist, da ja kein Fuß den Stoff herunterdrückt. Ich habe einen normalen Stickrahmen genommen und ihn mit Tesakrepp umwickelt,  der Stoff kann besser im Rahmen festgespannt werden.

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Hier besticke ich ein Stück bemalte Seide. Die Motive sind auf die Seide in freier Aquarelltechnik gemalt, fixiert und nun sticke ich einzelne Blüten und Blätter mit der Maschine aus. Die Arbeit entwickelt sich, wieviel ich sticke oder frei lasse, entscheidet sich beim Arbeiten.

 

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Die Nähgeschwindigkeit, die Bewegungen des Rahmens und zusätzlich die Einstellungen für die Breite des Zickzackstiches bestimmen das Stickbild. Die Stickgarne nehme ich aus meinem Garnvorrat, alles was farblich passt.

Ich probiere noch viel aus, aber es bringt sehr viel Spaß, so frei mit den Farben und Formen zu spielen. Das einzige Störende ist, dass man bei größeren Arbeiten immer nur einen kleineren Teil in den Rahmen einspannen kann und öfter umspannen muss, um alle Bereiche zu besticken und die Übersicht über das ganze Bild zu behalten.

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Für den kleinen Vogel habe ich kleine Stoffstückchen in den passenden Farben auf den Stoff gelegt und dann überstickt. Mit langsamer Nähgeschwindigkeit und zügigen Bewegungen des Rahmens gelingen auch große Stiche für die Federn. Da der Baumwollhintergrund ein wenig wellig nach dem Sticken war, habe ich bewusst die freie Fläche im Mäanderstich ausgefüllt.

In einem fertigen Passpartourahmen sieht das Rotkehlchen richtig gut aus.

 

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Die Mohnblüten stickte ich auf einem Stück grüner Seide (ein alter Schal) ohne große Vorzeichnungen. Da ich die Seide hier noch nicht so gut eingespannt hatte, hat sich der Stoff an einigen Stellen leicht gewölbt oder Fältchen gebildet. Ich liebe den roten Klatschmohn im Garten und ich finde, dass das Bild gut gelungen ist.

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Bei genügender Übung können die Blüten und Blätter sicher noch besser gestickt werden, die Stickrichtung entspricht ja den Pinselstrichen beim Malen und auch die Reihenfolge der Farben von dunkel zu hell oder umgekehrt verändert die Farbwirkung.

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Die Mohnblüten in einem fertigen Rahmen, durch das Glas spiegelt es sich leider ein bisschen.

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Ein Gedanke zu „Malen mit der Nähmaschine“

  1. Nun konnte man eigentlich direkt starten oder? Nicht ganz, denn um richtig mit der Nahmaschine sticken zu konnen benotigt es ein paar Materialien und vor allem ein paar grundlegende Maschineneinstellungen.

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